Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die Produktion im April im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent. Als Hauptursache für den Anstieg wurde der Bausektor genannt. Die monatlichen Produktionsdaten entsprachen der durchschnittlichen Prognose der Bloomberg-Umfrage.
Die Daten für März wurden nach oben korrigiert. Statt des zunächst gemeldeten Risikos um 0,7 Prozent wurde nun leichteres Risiko um 0,1 Prozent angekündigt.
Import und Exporte übernommen
Unterdessen stiegen die Exporte und Importe im April unerwartet an.
Im April 2026 lagen die Exporte Deutschlands im Vergleich zum März 2026 um 0,9 Prozent und die Importe um 1,2 Prozent. Erstmals lagen die Exporte im Vergleich zum April 2025 bei 3,6 Prozent und die Importe um 6,2 Prozent.
Die Daten gehen davon aus, dass die Importe im April auf 122,1 Milliarden Euro und die Exporte auf 136,6 Milliarden Euro lagen.
Diese Daten stehen im Gegensatz zu pessimistischen Zahlen, die auf eine zugrunde liegende Schwäche hinweisen, noch bevor die vollen Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten spürbar sind. Die am Montag veröffentlichten Zahlen zeigen, dass die Auftragseingänge in den Fabriken im April stärker als erwartet zurückgingen, wobei insbesondere im Automobil- und Elektroausrüstungssektor deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren.
Während Deutschland im ersten Quartal ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 Prozent verzeichnete, dürfte der Iran-Konflikt die Pläne von Ministerpräsident Friedrich Merz, 2026 zu einem „Wachstumsjahr“ zu machen, durchkreuzen.
In diesem Fall gilt das Wachstum. Allerdings könnten die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank in dieser Woche und der Handelsstreit Europas mit den Vereinigten Staaten zusätzliche negative Auswirkungen haben.

